Verkehrssituation 1. Der Zebrastreifen Ebertring/Obertorstraße als Problem Eigentlich sind laut Verordnung mindestens 50 m Sichtweite vor einem Zebrastreifen vorgeschrieben. Beim Zebrastreifen Ebertring/Obertorstraße, der unmittelbar hinter einer Kurve liegt, beträgt die Sichtweite für Autofahrer, die aus Richtung Fuhrbach oder Adenauerring kommen, teils nicht einmal die Hälfte davon. Fußgänger, welche diesen Fußgängerüberweg in Richtung Obertorstraße betreten wollen, sind hier auf Gottvertrauen angewiesen. Sie können nie ausschließen, dass ein vorher nicht erkennbares Auto doch noch heranbraust und der Fahrzeuglenker die Verkehrsvorschriften beim Zebrastreifen missachtet. Das geschieht an dieser Stelle häufig. Das Foto ist ein Beweis dafür. Der Fotograf benötigte nur fünf Minuten Wartezeit, um den ersten Verstoß gegen das Vorrecht eines Fußgängers festzuhalten. Eine Verlegung des Zebrastreifens von der Kurve weg könnte die Gefahrensituation entschärfen, die hier für Fußgänger, aber auch für Autofahrer besteht, in einen Unfall verwickelt zu werden. Aber mit einer solchen Verlegung wären noch nicht alle Probleme an dieser Kreuzung gelöst. Werden alle Fußgänger, die von der Rote-Warte-Straße kommen und stadteinwärts gehen wollen, den Umweg über einen weiter entfernten Zebrastreifen nehmen? Und was ist mit den Schülerinnen und Schülern, die morgens an der nahen Haltestelle aus ihren Schulbussen steigen und schon jetzt in Scharen durch den morgentlichen Berufsverkehr schräg und quer über die hier dreispurige Straße strömen? Nur eine Minderheit nutzt jetzt den Zebrastreifen, den man auch nicht guten Gewissens als angeblich sicherere Alternative empfehlen kann. Wird der Zebrastreifen verlegt und der Umweg damit noch größer, werden gewiss alle Schülerinnen und Schüler den kürzesten Weg über die Straße wählen. Auch hier müsste nach einer Lösung gesucht werden.