Aktuell Nachrichten aus dem Bauausschuss Der  Antrag zur Verbesserung der Verkehrssituation für Fußgänger im Bereich Ebertring wurde von vielen Einwohnern durch ihre Unterschrift unterstützt. Er hat inzwischen in den politischen Gremien der Stadt eine breite Diskussion über die Schulwegsicherung ausgelöst. So auch in der gemeinsamen Sitzung von Bauausschuss und Ortsrat Duderstadt am 16.10.2012 im Stadthaus. Es zeichnet sich ab, dass die Diskussion – optimistisch ausgedrückt – zu einer tatsächlichen Verbesserung der Verkehrsverhältnisse führen könnte. Eigentlich stand die Schulwegsicherung gar nicht auf der Tagesordnung der Sitzung am 16.10.12. Aber ausgelöst durch den unten veröffentlichten Brief an alle Bauausschussmitglieder kam es unter dem Tagesordnungspunkt „Mitteilungen“ zu einer ausführlichen Aussprache darüber. Zum einen wurde dabei die Rechtslage geklärt. Der Ebertring ist Landesstraße, Baulastträger also das Land Niedersachsen. Die Zahl der diese Straße überquerenden Fußgänger ist jedoch nicht so hoch, dass das Land Niedersachsen verpflichtet wäre, weitere Überquerungshilfen zu schaffen. Es gibt aber die Möglichkeit, dass die Stadt Duderstadt dies mit Einwilligung des Landes auf ihre Kosten übernimmt. Die Sprecher aller Stadtratsfraktionen waren sich zum anderen einig, dass angesichts der gefährlichen Verhältnisse im Sinne des gestellten Antrags im Bereich Ebertring für mehr Sicherheit der besonders betroffenen Schulkinder und älteren Menschen gesorgt werden müsse. Bürgermeister Nolte sagte dazu, dass eine Ampel beim Eichendorffweg Priorität habe, und: „Die notwendigen Aufwendungen werden dann auch von der Stadt getragen.“ Allerdings wies der Bürgermeister darauf hin, dass Verbesserungen nicht durch eine Erhöhung des städtischen Haushalts, sondern durch Umschichtungen im Haushalt finanziert werden müssten. Die Stadtverwaltung will sich in einem kurzfristig zu vereinbarenden Gespräch mit dem Land Niedersachsen noch vor Wiederaufnahme der Bauarbeiten am Ebertring, die für den 22.10.12 vorgesehen sind, im Sinne der Fraktionssprecher mit Nachdruck für folgende Veränderungen einsetzen: - eine möglichst weitgehende Verbesserung bei der Einmündung des Eichendorffwegs in den Ebertring, also eine Fußgänger-Bedarfsampel, - Verbesserungen beim Zebrastreifen Ebertring/Obertorstraße und - eine Verlegung der Haltestelle des Kindergartenbusses nach Fuhrbach, auch wenn dies zwei oder drei Parkplätze für Autos kosten sollte. An diesem Gespräch Einwohner zu beteiligen, die die Verhältnisse aus ihrer täglichen Erfahrung genau kennen, wurde nicht gedacht. Es haben 247 erwachsene Personen unterschrieben, dass sie den Antrag unterstützen, davon 71 Senioren im Alter von 60 oder mehr Jahren (nicht alle Erwachsene haben jedoch das Alter angegeben). In den zugehörigen Haushalten leben 154 Kinder und Jugendliche. Aus der Sitzung des Ortsrats und Bauausschusses am 16.10.2012 An den Herrn Bürgermeister und die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt- und Feuerschutz der Stadt Duderstadt Worbiser Straße 37115 Duderstadt Betreff: Sitzungstermine am 16.10.12 und 18.10.12 Schulwegsicherung: Ampel am Ebertring/Eichendorffweg und Zebrastreifen am Obertor Sehr geehrter Herr Bürgermeister Wolfgang Nolte, sehr geehrte Damen und Herren des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt- und Feuerschutz! Am 16.10.2012 wird im Stadthaus eine gemeinsame Sitzung des Ausschusses für  Stadtentwicklung, Umwelt- und Feuerschutz und des Ortsrates der Ortschaft Duderstadt und  am 18.10.2012 wird eine Sitzung des Rates der Stadt Duderstadt stattfinden. Auf den  Tagesordnungen gemäß der Präsentation im Internet vermisse ich jeweils den Punkt:  „Schulwegsicherung – Bedarfsfußgängerampel am Ebertring/Eichendorffweg und  Zebrastreifen am Obertor, Antrag vom 31.08.2012“.   Dieser Antrag wurde per Unterschrift immerhin von 247 Personen (davon mindestens 71  Senioren) unterstützt, in deren Haushalten außerdem 254 Kinder und Jugendliche leben.  Zudem hat sich der Ortsrat der Stadt Duderstadt in seiner Sitzung am 04.10.2012  einstimmig dafür ausgesprochen (die zuständigen Stellen dazu zu bringen) eine solche  Fußgängerampel am Ebertring in Höhe des Eichendorffweges aufzustellen. Herr  Ortsbürgermeister Werner hat in dieser Sitzung die Verlegung des Zebrastreifens bei der  Obertorkreuzung von der Kurve weg nach Norden angekündigt.   Somit ist es mir unverständlich, dass dieses Thema in den anstehenden Sitzungen des  Bauausschusses und des Stadtrates nicht behandelt werden soll, wohingegen andere im  Ortsrat besprochene Punkte (beispielsweise zu einem Grundstück in der Kurmainzer Straße)  auf den Tagesordnungen stehen.    Ich weise nochmals auf die Dringlichkeit des Themas hin, insbesondere an der  Obertorkreuzung sind die Schulkinder täglich einer großen Unfallgefahr ausgesetzt. Daher  bitte ich eindringlich und herzlich darum, die Tagesordnungen noch um das Thema  „Schulwegsicherung“ zu erweitern.  Für Rückfragen stehe ich gerne telefonisch zur Verfügung.   Hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüßen  Aus der Sitzung des Ortsrats Duderstadt am 04.10.2012: 1.  Ortsbürgermeister Werner teilte mit: Der Zebrastreifen wird von der Kurve in      Richtung Bauwende versetzt => Zwischen der Kurve und dem Zebrastreifen entsteht      somit ein größerer Abstand. 2.  Der Ortsrat unterstützt einstimmig die Einrichtung einer Fußgänger-Bedarfsampel in Höhe      der Einmündung des Eichendorffweges. => Dieser Beschluss wird an den Stadtrat      weitergerreicht. Ergebnis der Unterschriftenaktion (01.10.12) Zebrastreifen an der Kreuzung Ebertring/Obertor wird verlegt! (6.11.12) In einer E-Mail teilte uns die Zuständige der Stadtverwaltung am 6.11.12 mit:    Sehr geehrte Frau Hütt,   da Frau Holste-Hoffmann derzeit im Urlaub ist, möchte Ihnen eine kurze Info zum Stand der Bemühungen zur Verbesserung der Schulwegsicherung am Ebertring geben.   Im Zuge der Straßenbaumaßnahme am Ebertring wird der „Zebrastreifen“ dort verlegt.   Der neue Standort ist in Höhe der HsNr. 51. Dieser Standort ist im Einvernehmen mit dem Straßenbauamt, der Polizei und der Stadt Duderstadt so festgelegt worden.   Die Baumaßnahme wird am Freitag, den 09.11.2012 beendet sein.   Ihre weiteren Anliegen – Verlegung der Bushaltestelle und Bedarfsampel bzw. Überquerungshilfe in Höhe des Eichendorffweges -  werden derzeit geprüft. Ich bitte um Verständnis, dass nicht alle Regelungen sofort geändert werden können.   Für Ihre Bemühungen um einen sichern Schulweg für die Duderstädter Schülerinnen und Schüler Bedank ich mich recht herzlich und verbleibe mit freundlichen Grüssen Im Auftrage   Sandra Kewitz Die aktuellen Fotos finden Sie hier. Die Verlegung des Zebrastreifens war längst überfällig und stellt eine große Verbesserung dar. Jedoch wurde Folgendes nicht ausreichend berücksichtigt: 1. Was geschieht mit den Fahrschülern? Der Zebrastreifen ist jetzt ein noch längerer Umweg als vorher, daher ist die     Wahrscheinlichkeit, dass die an der Bushaltestelle ankommenden Personen den Zebrastreifen nutzen, sehr gering. 2. Dies gilt auch für Fußgänger, die aus der Richtung von Fuhrbach kommen und in die Stadt wollen. = > Die Stadt hätte sich mehr Gedanken machen müssen, wie erreicht wird, dass auch diese Fußgänger den Zebrastreifen nutzen. Leider wurde ohne Beteiligung der Antragssteller und Anderer entschieden. Keine Sorge um die Kinder! (6.11.12) In den beiden letzten Wochen war in Duderstadt wieder einmal ein Beispiel dafür zu beobachten, wie wenig die Bedürfnisse und das Wohlergehen von Kindern bedacht werden. Am Dienstag, dem 6.11.2011, begannen die Bauarbeiten an der Kreuzung Ebertring/Obertorstraße. Ein Durcheinander von Baufahrzeugen und Personenautos, darunter ein Polizeifahrzeug. Diesem Chaos begegneten die Schülerinnen und Schülern auf ihrem Weg zur Schule. Dabei war der Verkehr für die Fahrzeuge geregelt, aber niemand hatte daran gedacht, Vorkehrungen für die Sicherheit der Kinder zu treffen. So ging das mehrere Tage. Heute, eine Woche später, huschen die verunsicherten Schulkinder über die jetzt noch breiter wirkende Straße, da die Verkehrsinsel als Überquerungshilfe nicht mehr vorhanden ist. Die Autofahrer machen keine Anstalten anzuhalten, weil der Zebrastreifen noch fehlt. Eltern haben die Duderstädter Polizei mehrfach auf die gefährliche Situation hingewiesen. Doch weit und breit kein Polizist, von dem die Kinder in der Schule hören, er wäre ihr Freund und Helfer. Der Zebrastreifen am Obertor ist fertig und das feiern wir als großen Erfolg  und deutliche Verbesserung. Durch die fehlende Verkehrsinsel in der Mitte ist für  die Kinder jedoch leider die neue Schwierigkeit dazugekommen, beide  Fahrtrichtungen der Straße gleichzeitig überblicken zu müssen. Eine Beleuchtung  der Hinweisschilder wäre ebenfalls wünschenswert gewesen, zumal diese an  stromführenden Laternenmasten befestigt sind.   Was außerdem unbedingt nachgerüstet werden muss, ist die Verlängerung des  Metallgeländers an der Kurve möglichst bis zum neuen Zebrastreifen. Die  Verlockung, den „altgewohnten“ Weg zu nehmen,  ist für manche Fußgänger (je  nach ihrem angestrebten Ziel) einfach zu groß, wie man auf dem Foto von den  Malerarbeiten in dieser Woche sehen kann. Dieses Metallgeländer ist auf dem  heutigen Zeitungsfoto des Eichsfelder Tageblattes gut zu sehen.   Dass am Eichendorffweg eigentlich eine Fußgängerampel aufgestellt werden  sollte, wurde in der Berichterstattung weggelassen und ist anscheinend auch in den  Gremien der Stadt kein Thema mehr. Dieses widerspricht eindeutig dem Beschluss  des Ortsrates vom 04. Oktober: Herr Bürgermeister Nolte hat am 16. Oktober bei  der Sitzung des Bauausschuss (+ Ortsrat) persönlich von einer Priorität für eine  Fußgängerampel gesprochen. Erst die zweitbeste Lösung sollte eine Querungshilfe  (Verkehrsinsel) sein. Die Nachteile von Zebrastreifen sind allen Verkehrsexperten  hinreichend bekannt und sie wurden bei den genannten Sitzungen thematisiert. Für  uns  ist ganz klar: Wenn die preisgünstigere Querungshilfe aufgrund der  Straßenbreite von 8 Metern an dieser Stelle nicht infrage kommt, dann ist erst recht  eine Fußgängerampel gefragt, damit Fußgänger am Eichendorffweg sicher den  Stadtring überqueren können!!! Wir werden Herrn Nolte an seine Worte erinnern.  Die Veränderungen der letzten Tage (01.12.12)   Mitteilung an die Stadt (Oktober 12)