Consequat sed esse dolor An den Bürgermeister, den Stadtrat, den Ortsrat und den Bau- und Verkehrsausschuss der Stadt Duderstadt Worbiser Str. 9 37115 Duderstadt Betreff: Bedarfs-Fußgängerampel am Ebertring auf Höhe des Eichendorffweges wie beim Ortstermin mit Frau Holste-Hoffmann am 23.07.2012 besprochen Sehr geehrter Herr Bürgermeister Wolfgang Nolte, sehr geehrte Damen und Herren des Stadt- und Ortsrates! Hiermit beantrage ich, dass am Ebertring auf Höhe des Eichendorffweges schnellstmöglich eine Fußgängerampel errichtet wird, und zwar ein Modell, welches sich bei Bedarf auf Knopfdruck einschalten lässt. Viele Menschen aus dem betroffenen Gebiet unterstützen meinen Antrag. Eine entsprechende Unterschriftenliste ist angefügt. Sie enthält weitere Angaben insbesondere zur Altersstruktur, die die dringende Notwendigkeit unterstreichen, eine sichere Überquerungsmöglichkeit an dieser Stelle zu schaffen. Begründung: Am Ebertring gibt es zwischen Neutor und Obertor keine Möglichkeit, den Stadtring sicher zu überqueren. Zwei Fußwege Richtung Wall am Eichendorffweg und an der Leerenschen Rinne laden zwar dazu ein, die Straße an diesen Stellen zu überqueren, dies ist jedoch aufgrund des Verkehrsaufkommens und der Geschwindigkeit der heranfahrenden Autos insbesondere für ältere Menschen ein waghalsiges Unterfangen, für Kinder selbstständig nicht möglich. Dabei gibt es in dem Gebiet zwischen der Leerenschen Rinne und der Bauwende (sowie auch am Stadtberg) einen großen Bedarf, die nahe gelegene Innenstadt zu Fuß oder per Fahrrad zu erreichen. Da hier viele Senioren und Familien mit Kindern wohnen, sind die bisher nötigen Umwege zu groß. Allein in der Duvalstraße leben 24 Kinder und Jugendliche, die meisten im Kindergarten- und Grundschulalter. Es gibt auch viele ältere Menschen in unserer Gegend, die man zu Fuß zur Kirche oder in die Innenstadt gehen sieht. Tatsache ist außerdem, dass die Strecke über die Obertorstraße in die Stadt gefährlich ist: Die Kreuzung Bauwende/Stadtberg/Ebertring ist unberechenbar, der Bürgersteig bei der Firma Lautenbach ist schmal und der Zebrastreifen am Obertor liegt so dicht an der Kurve, dass Fußgänger und Autofahrer einander erst Sekundenbruchteile vor dem Aufeinandertreffen sehen können. Hier laufen jeden Tag viele Schüler vorbildlich zu Fuß; weil sie kleiner sind, haben sie verglichen mit den Erwachsenen eine noch geringere Übersicht. Ein Teil dieser Schüler könnte zukünftig den neuen Überweg benutzen. Ich habe große Sorge, dass sich früher oder später am Ebertring wieder ein schlimmer und trauriger Unfall ereignen wird. Die Zahl der Fußgänger wird den Mindestwert derzeit wahrscheinlich nicht erreichen, der für einen Rechtsanspruch auf eine Ampel nötig wäre. Dennoch sollte sich die Stadt Duderstadt wegen der oben genannten Besonderheiten der Gegend quasi freiwillig, fürsorgend und zukunftsweisend für eine Fußgängerampel an dieser Stelle entscheiden. Alternativen sehe ich nicht. Einen preisgünstigeren Zebrastreifen lehne ich ab, da er nur eine trügerische Sicherheit bietet: Autofahrer halten am Zebrastreifen nicht immer an oder sie geben ungeduldig wieder Gas, während ein Kind noch überlegt, ob es jetzt gehen kann. Der Verkehrsfluss am Stadtring wird bei einer solchen Ampel auch nur dann gebremst, wenn tatsächlich Personen am Überweg stehen. Geld für Straßenbaumaßnahmen ist offensichtlich vorhanden, wie vor dem Tag der Niedersachsen überall zu sehen war. Die Sicherung der Wege von Kindern und Senioren sollte eine besonders hohe Priorität haben. Weitere Anregungen: Der Zebrastreifen am Obertor sollte kurzfristig so weit wie möglich von der Kreuzung weg in Richtung Bauwende versetzt werden. Dadurch würde eine wesentliche Verbesserung für die Fußgänger erreicht werden, die vom Stadtberg kommen und automatisch diesen Weg nehmen. Der Zebrastreifen wurde wohl damals hauptsächlich für die Busschüler, die an der Haltestelle auf der anderen Seite der Kurve aussteigen, so positioniert. Diese gehen jedoch erfahrungsgemäß direkt über die Straße Richtung Gymnasium bzw. Realschule und vermeiden es auf diese Weise immerhin, blindlings über den Zebrastreifen gehen zu müssen. Ich würde vorschlagen und dringend anraten, ab sofort morgens vor Schulbeginn einen Polizeibeamten am Zebrastreifen/Obertorkreuzung aufzustellen, der die Autos für die Kinder und Jugendlichen stoppt. Es handelt sich bei dieser Strecke in Richtung Innenstadt nicht um einen sicheren Schulweg. Die Stadt Duderstadt ist dazu verpflichtet, den Schülern einen sicheren Weg bereitzustellen. Gerade mit dem beginnenden Schuljahr gehen in den nächsten Wochen die Erstklässler nach und nach allein und es kommt die dunkle Jahreszeit. Daher ist der Zeitpunkt sinnvoll, den Schülern als Sofortmaßnahme mittels eines solchen Lotsen zu helfen. Wie mit Frau Holste-Hoffmann besprochen wird vorgeschlagen, die Bäume und Büsche schräg gegenüber dem Gesundheitsamt schnellstmöglich so weit zu entfernen, dass sie von der Wallseite betrachtet die Sicht zum Kreisel nicht mehr behindern. Aufgrund der Kurve reicht der zuletzt durchgeführte Rückschnitt bei weitem nicht aus. Sollten Sie andere Lösungsmöglichkeiten für die geschilderten Probleme sehen, so bin ich gerne bereit, mich in die weitere Diskussion einzubringen.   Hochachtungsvoll und mit freundlichen Grüßen Anlagen:  - Skizze der genannten Straßenzüge - Fotos - Kopie eines Schreibens, mit dem Frau Ursula Hütt die Stadt Duderstadt schon im Jahr 2009 auf die Gefahrenpunkte hingewiesen hat - Unterschriftenliste Der Antrag